Schon wieder ist über eine Woche vergangen nach meinem letzten Beitrag. Aber jetzt gibt es endlich auch wieder was zu berichten! Bevor ich aber zum Hauptereignis komme, dem Besuch von Laura aus Kobe, der mit vielen schönen Unternehmungen verbunden war, berichte ich erstmal kurz von den Tagen davor. Also: am vorletzten Samstag stand ein Besuch in einem nahegelegenen Kunstmuseum auf dem Programm. Einige werden sich an dieser Stelle vielleicht fragen, warum ich ausgerechnet in ein Kunstmuseum gehe oder seit wann ich Interesse an Kunst habe. Keine Sorge, habe ich nicht ;) Ich wurde sozusagen mit einigen anderen Austauschstudenten eingeladen dorthin zu gehen, und es war kostenlos! Das erklärt eigentlich alles. Außerdem hatte ich somit an dem ansonsten sehr sehr verregnetet Tag etwas vor und bin aus dem Haus gekommen ;) Am Sonntag war dann schon viel besseres Wetter, sodass ich mich kurzer Hand entschloss, ein wenig mit dem Rad auf's Land zu fahren (haha). Ich bin also in eine Richtung gefahren, die ich noch nicht kannte und habe dabei die frische Herbstluft und den Ausblick genossen. Hier schonmal ein paar Bilder von dem Museumsbesuch und dem schönen Wetter Sonntag:
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| Ein paar...Füße... |
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| Was dieser Herr bzw. der Künstler darstellen wollte blieb mir verborgen. Aber eine interessante Pose! |
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| Eine nett lachende Maske an einem Baumstamm. |
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| Eine Halle mit moderneren Bildern. |
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| Hier geht es darum, dass wir den Tieren ihren Lebensraum (hier: Wald) wegnehmen und die Tiere darunter leiden. |
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| Ganz viel Kalligraphie. |
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| Eine traditionelle Puppe. Sieht aus, als ob sie Schlittschuh laufen würde. |
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| Ein random Tempel in der Nähe, den ich bisher noch nicht fotografiert hatte. |
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| Felder, Berge, Herbst. |
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| Hässliche Herbstblätter (das kann Japan besser!). |
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| Die ersten schneebedeckten Berge in einiger Entfernung. |
Ich habe natürlich nicht alle Bilder gepostet, die ich im Museum fotografiert habe, das würde sonst ja langweilig werden ;)
Am Donnerstag letzte Woche fand von der Uni aus eine Veranstaltung namens "Sugoroku around the World" statt, die u.a. das Ziel haben sollte, internationale und japanische Studenten zusammen zu bringen. Dabei handelt es sich ursprünglich um ein Brettspiel, was etwas umgewandelt wurde. Auf dem Boden lagen Karten, auf denen jeweils der Name eines Landes stand. Es wurde bei Japan begonnen und das Ziel war sozusagen, einmal um die Welt zu fliegen und zum Schluss wieder in Japan anzukommen. Zu diesem Zweck wurden Gruppen gebildet, die jeweils ein Spielzeugflugzeug/-bus o.ä. als Spielfigur erhalten haben. Dann wurde mit einem riesigen Würfel gewürfelt. Auf den Feldern gab es dann verschieden Aktionen, z.B. musste eine Frage zu dem Land, auf dem man gerade stand, beantwortet werden. Das Ganze war sehr lustig und man hat wirklich neue Leute kennengelernt, Ausländer sowie Japaner.
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| Das Spielfeld. Ich bin hinten rechts mit dem gestreiften Pulli. Rechts neben mir steht ein männliches Model aus Kolumbien. Sehr schräger Typ, und Englisch konnte er auch nicht richtig. Er musste dann auch früher los, weil er ein Fotoshooting in Korea hatte... |
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Die Spieler, die Weltkugel darf als Symbol natürlich nicht fehlen.
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Danach ging es zurück ins Wohnheim zum ausruhen, denn abends wollte ich die Laura vom Bahnhof abholen, die mich bis Sonntag besuchen kam! Da ihr Bus Dank Verspätung noch später ankam als geplant, konnten wir an dem Abend (besser gesagt Nacht) nicht mehr viel machen. Aber eine nette Runde Uno zu dritt mit meinem Zimmernachbar von um die Ecke im nächsten Flur war noch drin und sehr lustig!
Am
Freitag wollten wir zum Daianzenji fahren, einem buddhistischen Tempel der gar nicht so weit weg ist. Weil das Wetter aber sehr wechselhaft war, wollten wir lieber mit dem Bus fahren. Da wir aber nicht wussten, wo und welcher genau da hin fährt, sind wir erstmal mit dem Rad zum Bahnhof gefahren, um uns dort zu informieren. Wie fast alles hier fuhr auch der Bus nur sehr selten, sodass wir noch ca. eine Stunde Zeit hatten. Diese haben wir dann in einem Café in der Nähe des Bahnhofs verbracht mit Kuchen und Kaffee. Das Personal war so dermaßen freundlich, dass es selbst für japanische Verhältnisse auffällig war. Es wirkte so, als ob sie sich einfach riesig freuen würden, dass Ausländer zu ihnen in den Laden kommen. Sehr lustig^^ Als wir dann eine Stunde später im Bus zum Tempel saßen, fing es praktischer Weise nicht wenig an zu regnen. Auch als wir mitten in der Pampa ausstiegen, war es noch nicht weniger geworden. Und ich hatte natürlich meinen Schirm nicht mit, der, weil es kein Taschenschirm ist, etwas sperrig zum mitnehmen ist. Aber Laura hatte ihren dabei und so haben wir den ca. 15-minütigen Fußweg einigermaßen trocken überstanden. Als wir angekommen waren, wurde es auch langsam weniger. Lustiger Weise mussten wir feststellen, dass der Tempel zu hatte. Warum auch immer. Auf der Internetseite war das jedenfalls nicht ersichtlich. So schlimm war es dann aber doch nicht, da wir trotzdem auf dem Gelände drum herum rumlaufen konnten und schöne Fotos machen konnten. Nur rein konnten wir eben nicht, aber so haben wir uns 500 Yen (ca. 5€) gespart. Aufgrund des schlechten Wetters sind die Bilder leider nicht so gut geworden, zwischendrin haben wir auch mal von Kamera auf Handy Kamera gewechselt, was nur bedingt besser war. Zu den Fotos vom Daianzenji bzw. drumherum werde ich nicht viel sagen, weil es uns hauptsächlich darum ging, das wundschöne Herbstlaub einzufangen.
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| Ein roter Busch (Herbstfärbung!), so schön! |
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| Wir auf dem Weg zum Bahnhof. |
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| Lustige Uhr am Bahnhof. |
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| Mein Kuchen + Kaffee. Natürlich mit Schoko ;) |
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| Lauras Kuchen und Kaffe, mit Matcha Geschmack (japanischem grünen Tee). |
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| Gebäck ("Apfelbrot"), das aussieht wie Eier. |
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| Die moderne Busstation, an der ein Lämpchen leuchtet und eine Ansage kommt, kurz bevor der Bus eintrifft. |
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| Der klitschige und moosige Weg zum Daianzenji. |
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| Der Eingang ist nah. |
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| Sieht irgendwie aus wie ein übergroßes, japanisches Adventsgesteck, finde ich. |
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| Nasses Herbstlaub auf nassem Boden. Sehr hübsch! |
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| Der Daianzenji, wo wir nicht rein konnten. |
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| Ich und Laura. |
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| Auch wenn es gestellt aussieht: das Blatt ist zufällig genau dort auf meinen Kopf geflogen! |
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| Herbstwald-Blick auf dem Rückweg. |
Wer die Bilder sieht kann vielleicht verstehen, warum nicht nur ich sondern auch die meisten Japaner und viele andere Austauschstudenten total begeistern vom Herbstlaub sind. Viele fahren sogar gezielt los um Orte zu besuchen, die für besonders schönes Herbstlaub bekannt sind.
Nachdem wir in der Kälte und im Regen auf den Bus gewartet hatten und endlich wieder zurück am Bahnhof waren, haben wir dort in der Nähe noch ganz lecker gegessen. Ich war jetzt schon das zweite Mal in diesem Laden und war wieder sehr überzeugt von dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir haben beide Katsudon und
Udon gegessen, sehr lecker!
So, das reicht jetzt erstmal für heute! Bevor ich Sonntag nach Osaka fahre, werde ich aber auf jeden Fall noch über die restlichen Unternehmungen während Laura's Besuch in Fukui berichten!
... in echt sah alles natürlich noch viel eindrucksvoller aus; trotz Regen sehr schön!
AntwortenLöschenbin gespannt auf den Eintrag zu Katsuyama etc. :)
aah und du hast das Bild hochgeladen, auf dem ich so fertig aussehe! >.<