Montag, 8. Oktober 2012

Immer unterwegs!

Jetzt schreibe ich endlich mal wieder, ich bin oft einfach zu müde dazu, wenn ich abends wiederkomme. Ich hoffe, ich bekomme noch zusammen, wann wir wo waren...
Da ich letztes mal eher auf die Wohnheim- und Unisituation eingegangen bin, muss ich dieses mal noch   ein paar Unternehmungen der letzten Woche aufgreifen.
Montag vor einer Woche, sind J. und ich mit unseren sog. Tutorinnen zum Rathaus Zwecks Registrierung gefahren. Außerdem mussten wir dort eine Krankenversicherung abschließen, deren Kosten ich leider nicht genau weiß, es aber vermutlich knappe 100€ sein werden. Ist ja nicht so, dass ich in Deutschland auch schon eine Reisekrankenversicherung für viel Geld abgeschlossen hätte....aber sowas sagen die einem ja auch nicht mal früher.
Danach waren wir bei einer Bank, um uns ein Konto zu eröffnen, damit von dort die Miete abgezogen werden kann. Leider wollten die Mitarbeiter dort unsere wahllos ausgesuchten Namensstempel (=Unterschrift in Japan) nicht akzeptieren, da sie, logischer Weise, nicht mit unseren richtigen Namen übereinstimmen. Ich heiße schließlich nicht Kitamoto, aber einen Stempel mit "Bangert" gab es komischer Weise nicht... Letztendlich sind wir dann noch zu einer anderen Bank gefahren, dort war die Eröffnung eines Kontos kein Problem. Was wir danach noch gemacht haben, daran kann ich mich grad leider nicht mehr so erinnern, war wohl außer vielleicht kurz einkaufen aber wahrscheinlich nicht so viel mehr gewesen. Also: am Montag wurde eine Menge nerviger aber leider nötiger Papierkram erledigt. Immerhin haben wir das hinter uns.
Am Dienstag sind wir dann nach dem Unterricht am Nachmittag noch etwas in der näheren Umgebung rumgelaufen. S. hat uns wieder rumführt und einige Ecken gezeigt. An dieser Stelle muss ich nochmal darauf hinweisen, dass ich in Fukui bin. Das ist ländlich und nicht sehr groß, bzw. es gibt einfach nicht so viele interessante Ecken oder Dinge, die man tun kann. Also sind wir einfach etwas rumgelaufen, u.a. an einem etwas größeren (oder war es sogar der größte?) Fluss entlang, namens Asuwagawa.. Die Aussieht war echt sehr schön und noch schöner war, dass ich auf dem Weg neben dem Fluss relativ viele Katzen gesehen habe :) Einige lagen einfach in der Sonne, andere waren etwas scheuer. Da war sogar eine alte Japanerin, die die Katzen gefüttert hat. Hier mal ein paar Bilder von unserem Rundgang:
Die Residenz vom Honorarkonsul von Deutschland. Was auch immer der macht. Auf jeden Fall ein echt schickes Haus!

Der Asuwagawa.
Brücke über den Asuwagawa.
Altes japanisches Haus am Asuwagawa.
Nochmal der Fluss.
Nochmal ein Haus, mit schöner Bepflanzung.

Katze, die sich sonnt. Leider fehlte ihr der halbe Schwanz.
Noch eine Katze. Sie ließ sich sogar kurz streicheln.
Das war der Dienstag.
Am Mittwoch nach dem super tollen Placementtest (auch pureesumentotesuto genannt), starteten wir dann unsere nächste Entdeckungstour. Da ich leider noch kein Fahrrad hatte, zu Fuß. Es ging diesmal über die Brücke des Asuwagawa, irgendwann durch einen Tunnel, bis wir am Asuwayama (dem Berg Asuwa) waren. Den haben wir dann mutig "bestiegen". In geschätzten 10-15 Minuten waren wir oben. Ist nicht so ein großer Berg ;) Soviel gab es dort oben auch nicht, aber immerhin Toiletten und Getränkeautomaten. Und die Aussicht war schön. Auf dem Weg nach unten sind wir noch an einem kleinen Schrein vorbeigekommen und sind einer Gottesanbeterin oder sowas ähnlichem begegnet. Guckst du da:
Auf unserem Weg zum Asuwayama.


Der Tunnel. Der Weg war leider voller Vogelkacke...
Angekommen. Unten am Berg jedenfalls.
Man kann verschiedene Routen gehen. Wir haben eine etwas kürzere gewählt.
Aussicht während dem Aufstieg.
Der Weg nach oben.


Zwischendurch gabs da noch ein Restaurant und einen Shop.
Aussicht von oben, mit blauem Himmel und Puffwölkchen. 
Der Schrein mit Wächterlöwen.
Zum Hände und Mund säubern vor dem Beten.
Die Grille, ähhh Gottesanbeterin.
Als wir wieder unten waren, ging der eigentliche Fußmarsch erst richtig los. S. wollte uns nämlich noch das andere von den insgesamt 2 verfügbaren Shoppingcentern zeigen. Der Weg dahin war zu Fuß allerdings ganz schön weit. In eine Richtung brauchte man schon so ca. 1,5 Stunden. Und so toll war das Einkaufszentrum dann auch nicht. Haben uns dort dann noch gestärkt in Form von Kentucky Fried Chicken. Die Portionen waren echt winzig... Aber um den Rückweg zu bestreiten hat's dann irgendwie gereicht. Nach der Latscherei hatte ich erstmal genug vom Rumlaufen und war froh, abends wieder in meinem Zimmerchen sitzen! zu können.
Donnerstag war dann erstmal Pause angesagt. Nach der Uni gabs also dieses mal keine große Action, ich habe lediglich noch einen kleinen Spaziergang gemacht. Und was war? Während meiner Abwesenheit gab es doch tatsächlich Feueralarm im Wohnheim! Es soll wohl eine halbe Stunde wie irre gepiept haben, nur weil eine Chinesin "ausversehen" gegen den Knopf gekommen ist... Naja, wie gut, dass ich nicht da war! Auf meinem Spaziergang bin ich u.a. an einem Drogeriemarkt vorbeigekommen. Dort habe ich teilweise lustige Sachen entdeckt:

Badezusatz.
Sogar komplett original auf Deutsch!! 
Man finde den Fehler. Tipp: es handelt sich hierbei um Deo.
Dem konnte ich dann nicht widerstehen. Der guten Nivea Creme, sogar in Winter Edition! Habe mir gleich passend dazu noch Nivea Bodylotion gekauft.
Fazit aus dem Drogeriemarkt: die Packungsgrößen sind oft einfach viel zu klein! (wie bei Lebensmitteln übrigens auch) Außerdem scheinen die Japaner gewisse Dinge tendenziell nicht zu benutzen, wie sonst erklärt man sich die sehr beschränkte Auswahl bei manchen Produkten, beispielsweise bei Handcreme, Bodylotion oder Rasiergel? Naja, sind ja nur ein paar Monate, die ich unter diesen widrigen Umständen überleben muss ;)
Weitere Geschichten vom letzten Freitag bis ? gibt's dann demnächst!

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Mein Haus mein Blog meine Uni...

...bevor ich zum aktuellen Geschehen komme, gibts erstmal ein paar Bilder vom Wohnheim und der Uni, damit ihr eine Vorstellung davon bekommt, wo ich mich gerade rumtreibe...
Straße zum Wohnheim, wenn ich von der Uni komme. Das ganz hinten in der Mitte hinter dem Busch ist es. 

Der Eingang, links sind Fahrradständer.

Blick wenn man aus dem Wohnheim raus geht mit Fahrradständern.

Mein Zimmer. Blick Richtung Tür. Direkt links neben der Tür ist ein kleiner Einbauschrank, rechts ein Kühlschrank. Links vorne gegenüber der Küchenzeile ist der Eingang zum Bad.

Das kleine Bad mit Wanne und schickem Duschvorhang, den ich gekauft habe.

Küchenzeile. Immerhin mit Dunstabzug. Falls ihr euch fragt, wo der Herd ist: neben dem roten Wasserkocher steht eine einzelne Kochplatte, sieht man grad nicht.

Blick in mein Zimmer vom Flur aus. Mit Balkon.
Abgesehen davon, dass ich mir alles mögliche kaufen musste und leider keinen Fernseher im Zimmer habe, um japanisches TV zu sehen, gefällt mir mein Zimmer so weit ganz gut. Vom Platz und Stauraum vollkommen ausreichend. Das Bad ist halt ein typisch japanisches Plastikbad, wie es auch in Hotelzimmern oft vorkommt. Aber für ein paar Monate auch in Ordnung. Viel größer ist meins zu Hause auch nicht :p Klimaanlage gibts natürlich auch, hab sie aber gar nicht mehr laufen. Im Winter dient sie dann als Heizung. Waschmaschine ist ein Stockwerk weiter oben sowie Trockner, kostet jeweils 100Yen was ca. 1€ ist. Total okay. Japanische Waschmaschinen sind allerdings seeehr komisch. Gut, das Modell hier im Wohnheim ist bestimmt auch nicht das neueste...man schmeißt seine Wäsche rein, schmeißt Waschpulver und Weichspüler oder was man noch so will einfach hinterher (auf die Wäsche drauf!), Deckel zu, Geld rein, los gehts. Der Deckel rastet aber nicht ein oder so, man kann ihn jeder Zeit aufmachen und zugucken, wie gewaschen wird. Gewaschen wird natürlich nur kalt und auch nur 31 Minuten...das kann ja nichts werden. Aber auch hier wieder: für ein paar Monate wird das so gehen. Gut, soweit zum Wohnheim. Jetzt ein paar Bilder von der Uni bzw. auch dem Weg dorthin:
Weg zur Uni. Ungefähr 5-10 Minuten Fußweg.

Mini-Bahnstation auf dem Weg zur/ von der Uni.
Fluss auf dem Weg zur Uni, mit wenig Wasser, vielen Wasserpflanzen und Müll und ein paar Enten und Schildkröten.


Katzen (und Hunde) Waschsalon. Aber hauptsächlich für Katzen. Wtf? Die armen Tiere! Wer kommt bitte auf solche Ideen?!

Stein am Eingang der Uni.

Haupteingang der Uni.


Übersichtskarte des Campus.

Wegweiser.

Seeehr viele Fahrräder. Und das waren bei weitem nicht alle. Alle Studenten kommen mit dem Rad zur Uni. Und bei Wind werden die gerne mal umgepustet.

Eins der Gebäude, wo ich Unterricht habe.

Die Mensa. Bzw. das, was davon übrig ist. Gesperrt wegen Bauarbeiten bis April nächsten Jahres oder so. Yippie.
Als Fazit was Fukui bzw. meine nähere Umgebung angeht kann ich sagen, dass sie eigentlich ganz schön ist. Ungefähr so habe ich mir das gewünscht. Ich wollte ja mehr aufs Land und nicht in die große Stadt. Da wo ich gerade wohne und zur Uni gehe ist eigentlich hauptsächlich Wohngebiet, mit sehr vielen und teils sehr schönen Einfamilienhäusern. Dementsprechend gibt es auch viele Schulen in der Umgebung. An den größeren Straßen findet man dann kleinere und größere Supermärkte, die fußläufig oder mit dem Rad erreichbar sind. Achja, Fahrrad. Das leihe ich mir ja von einer japanischen Freundin, ich bekomme es wohl am Samstag. Endlich! Auch der Campus ist recht grün, viele Bäumchen und Büschchen und sogar ein kleiner Wasserfall und ein Teich. Echt ganz nett. Egal in welche Richtung man guckt, kann man meistens auch rundherum die Berge sehen. Sehr schön. Und weils so schön ist, noch ein paar random Bilder aus meiner Umgebung:
Irgendeine Seitenstraße. Es ist übrigens alles im Schachbrettmuster (also quadratisch) angelegt, man kann sich also nicht so einfach verlaufen...oder gerade deswegen erstrecht?

Ein kleiner Schrein an der Straße.

Zum Hände und Mund waschen vor dem Beten.

Putziges Teil.

Guckt er nicht knuffig? Gibts den auch als Plüschtier zum mitnehmen?

Echt nicht so groß...

...aber mit 2 Fuchswächtern. Oder ist es doch ein Eichhörnchen?


Konbini (24 Stunden Mini-Supermarkt) gleich um die Ecke.

Müllberg hinter dem Wohnheim der japanischen Studenten. Wird da wohl noch ewig liegen.

Beim genaueren Hinsehen ist der Fluss schon ein bisschen eklig.


Ich hoffe, jetzt habt ihr schonmal einen Eindruck von meiner Umgebung bekommen.
Da heute ja schon (oder erst) Donnerstag ist, habe ich die erste Uni Woche auch hinter mich gebracht. Mein Stundenplan sieht folgender Maßen aus: Montags 1. Stunde, Dienstags 2,3,4 Stunde, Mittwochs frei, Donnerstags 1,3,4 Stunde, Freitags frei. 7 Kurse musste ich wählen. So richtig einschätzen kann ich die noch nicht, weil jeder Kurs diese Woche sehr früh zu Ende war, weil wir entweder nur Vorstellungsrunde gemacht haben oder die Kursinhalte kurz vorgestellt wurden. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass die meisten Lehrer ganz nett bis lustig oder zumindest annehmbar sind und ich den Unterricht auch irgendwie schaffen werde. Ist ja nicht so, dass ich die Kurse bestehen müsste oder irgendwelche Credits bräuchte...hehe. Also je nach Kurs einfach nur anwesend sein und ein bisschen chillen oder halt ab und zu ein paar Hausaufgaben machen. So wirkt das bisher auf mich, sollte ohne sich Beine und Arme ausreißen zu müssen machbar sein. Kommender Montag ist dann auch schon frei, "Sports Day". Dienstag findet deswegen der Unterricht vom Montag statt, weil der ja ausgefallen ist...man entdecke den Fehler in dieser Logik...
Nächste Woche werde ich dann wohl mal beim Kyudo (japanisches Bogenschießen) Club vorbeischauen und schauen, ob mir das zusagt und ob ich da beitreten darf. Dann hätte ich 3x die Woche Training, was ganz gut ist, um noch ein bisschen Zeit totzuschlagen. Weil so schön ich die Gegend hier auch finde, so richtig viel zu tun gibt es nicht. Aber das wusste ich eigentlich auch vorher schon.
Morgen findet hier in der Lounge des Wohnheims eine kleine Orientation für die neuen internationalen Studenten statt (wovon fast alle Chinesen sind). Wird nichts Interessantes, wahrscheinlich wissen wir eh schon alles. Ich meine, wir sind schon 1 Woche hier und sollte langsam wissen wie der Hause läuft. Hätten sie mal früher machen sollen, die Orientation.
Das war also mein "da wohne ich und so war die Uni-Woche Beitrag". Da wir die letzten Tage eigentlich immer irgendwie zu Fuß unterwegs waren und sehr weit gelaufen sind, schreibe ich darüber im nächsten Beitrag.



Montag, 1. Oktober 2012

Nach Fukui!


Ich weiß, ich hänge etwas hinterher mit dem Blog. Da meine Uni heute angefangen hat und ich somit jeden Tag neue Sachen zu berichten habe, versuche ich, jetzt mal etwas aufzuholen.
Also, wo waren wir stehen geblieben...achja, der Weg nach Fukui. Der war aufgrund der Menge und des Gewichts meines Gepäcks gar nicht so einfach. 1 großer 21kg Koffer, ein kleiner ca. 10kg Trolley, eine 8kg Sport-/Reisetasche und eine dicke Handtasche. Dann gab es an den Bahnhöfen oft noch nicht einmal Rolltreppen oder Aufzüge! Zuerst sind wir also eine kurze Strecke mit der U-Bahn nach Umeda gefahren, wo wir dann nach einigem durchfragen die Stelle gefunden hatten, wo wir das Ticket nach Fukui kaufen konnten. Hat alles super geklappt, wir hatten sogar noch etwas Zeit, bis der Zug kam.
Ticket nach Fukui
Bahnhof in Osaka Umeda
Die Fahrt war auch ganz angenehm, man konnte die ganze Zeit aus dem Fenster gucken und die Landschaft betrachten. Wir wussten, dass wir irgendwann umsteigen müssen, wurden dann aber plötzlich überrascht als es hieß, alle müssen aus dem Zug raus. Dabei war unsere Umsteige-Station noch garnicht erreicht! Wir mussten allerdings nur in den vorderen Zugteil umsteigen, der dann weiter nach Fukui fahren würde. Erleichterung nach einem kurzen Schrecken. Das richtige Umsteigen später verlief dann ohne Probleme. Am Bahnhof zwischendurch habe ich mir dann noch mein Lieblingsgetränk gekauft: Ice Milk Tea, sehr lecker! Hier noch weitere Impressionen von der Zugfahrt:
Der Ice Milk Tea (Jasmin Tee mit Milch und Zucker, kalt)
Aufkleber im Zug, übersetzt ungefähr "eine Klimaanlage, die aus dem Körper des Menschen entstanden ist"
Landschaft auf dem Weg nach Fukui 1
Landschaft auf dem Weg nach Fukui 2

Sehr lustiges Schild, das am Zugfenster hing. Die Japaner haben es halt nicht so mit Englisch...
Schon fast in Fukui. Schon ganz schön ländlich!
Leider habe ich es irgendwie verpasst, Fotos vom Bahnhof Fukui zu machen. So interessant war der nun aber auch nicht, obwohl er ja größer war, als ich gedacht hatte. Empfangen wurden wir von Said, der schon seit einem halben Jahr in Fukui ist und kurz danach trafen auch die für uns zuständigen Tutorinnen ein, mit deren Auto wir dann zum Wohnheim gefahren sind. Unsere großen und zahlreichen Gepäckstücke passten tatsächlich in das kleine japanische Auto!
Am Wohnheim angekommen, haben wir erstmal kurz unsere Koffer aufs Zimmer gebracht. Dann gab es unten in der Lounge eine kurze Einführung mit ein paar Erklärungen, was wir in nächster Zeit alles so erledigen müssen, sowie eine Menge Papierkram.
Wir sind dann nochmal los, um die nötigsten Gebrauchsgegenstände für unser Wohnheimzimmer zu finden. Dort war nämlich, bis auf eine Rolle viel zu dünnes (1-lagiges!!!) Klopapier, NICHTS vorhanden. Und damit meine ich auch wirklich nichts. Abgesehen von den Möbeln und Lampen. Nicht mal einen Mülleimer, Besteck, Geschirr, Wasserkocher, Töpfe usw. gab es. Somit sind wir gefühlt durch alle größeren Läden gelatscht, die Fukui zu bieten hatte. War echt anstrengend, besonders, nachdem wir ja schon seit morgens unterwegs waren. 
Als das Nötigste dann erstmal erledigt war, sind wir alle in ein nahegelegenes kleines Restaurant gegangen. In so einem ähnlichen war ich schon bei einem früheren Japanbesuch mal. Es ist ein "Family Restaurant", etwas amerikanisch angehaucht und es gibt sowohl japanisches als auch westlich angehauchtes Essen im japanischen Stil. Also z.B. sowas wie Hacksteack mit Reis und Salat, oder Omelett über Reis mit Rindfleischstücken und Soße. Letzteres hab ich gegessen:
War sehr lecker! Allerdings etwas viel, nachdem sich mein Magen von den Strapazen des Fluges noch nicht wieder ganz erholt hatte. Die erste Nacht im Wohnheim konnte ich endlich auch mal wieder gut schlafen. Mein erstes Frühstück war etwas dürftig, aber mehr hab ich einfach nicht runterbekommen zu dem Zeitpunkt. Ein Mandarinen-Joghurt, O-Saft und ein süßliches komisches Baguettebrötchen, welches mit einer ebenfalls süßlichen Creme gefüllt war.
Erstes Frühstück in Fukui.
An dem Samstag sind wir dann mit Said echt viel rumgelaufen, da er uns netter Weise ein bisschen die Gegend gezeigt hat. Hatte leider meine Camera vergessen, deswegen gibt es davon erstmal keine Fotos. Die Temperatur war ganz erträglich und das Wetter ok. Am Sonntag haben wir uns dann zusammengesetzt, um unsere Kurse zu wählen. 7 Stück, also voll im Rahmen, jetzt müssen wir nurnoch die Stempel von den Lehrern sammeln als Bestätigung, dass wir an ihrem Kurs teilnehmen dürfen. Das Wetter am Sonntag war echt saumäßig, trotzdem haben wir uns entschlossen, mit dem Bus ins einzige größere Einkaufszentrum zu fahren, was es hier in der Nähe gibt. Blöder Weise mussten wir ca. 20 Minuten zur Bushaltestelle laufen, der Bus kam dann auch nochmal ca. 15 Minuten zu spät. Und es hat wirklich den ganzen Tag übelst geschüttet mit starkem Wind dabei, sprich als wir endlich in den Bus stiegen, waren wir trotz Schirmen schon total durchnässt unten rum. Das Einkaufszentrum war dann aber wirklich ganz schön, habe außer ein paar Lebensmitteln aber erstmal nichts gekauft. Trocken waren wir dann auch wieder, aber wir mussten dann ja noch wieder zurück zum Wohnheim. Zuerst mit dem Bus und dann nochmal zu Fuß, sodass wir wieder durchnässt im Wohnheim ankamen. Nichts desto trotz war es eine ganz nette Unternehmung :)
Im nächsten Teil erfahrt ihr dann, wie meine ersten Uni Tage waren, dann gibts hoffentlich auch ein paar Fotos vom Wohnheim, der Uni und der Umgebung!

Sonntag, 30. September 2012

Von einer üblen Reise, zu dünnem Klopapier und anderen Kuriositäten

Erstmal sorry das ich euch so lange hab warten lassen.
Ja, wie erwartet fiel der Abschied schwer. Beinahe hätten wir noch den Flieger nach Istanbul verpasst weil wir so spät durch den Sicherheitscheck gegangen sind, aber ist ja nochmal gut gegangen. Was man vom Flug selber nicht behaupten kann... Irgendwie habe ich das Essen auf dem ersten Flug überhaupt nicht vertragen. Hatte danach sehr lange und starke Bauchschmerzen sowie Übelkeit.
Essen von Hamburg nach Istanbul
Der zweite Flug war dementsprechend auch naja, war zusätzlich auch sehr unbequem und schlafen konnte ich auch kaum. Komischer Weise bin ich nicht dazu kommen, auch nur einen Film anzuschauen. Immerhin wurden wir in Osaka nett von einigen Japanern der Summerschool begrüßt und bis zur Unterkunft begleitet. Diese war echt süß, ein altes kleines japanisches Haus, mit allem, was man braucht. Für ein paar Nächte oder so echt voll in Ordnung. Das ist sie:


Nachdem wir unsere Koffer in der Unterkunft abgestellt hatte, sind wir mit den Japanern und dem Besitzer der Unterkunft noch in seine Bar gegangen, haben dort ne Kleinigkeit gegessen und getrunken. Die Luft bzw. die Temperatur war unerwarteter Weise gar nicht so schlimm, abends sogar angenehm. Hier noch ein paar Bilder von der Umgebung in Osaka, wo wir übernachtet haben:
Turm, der je nach Wetter ein andersfarbiges Dach-Dingens hat.
Tee, den ich in der Bar getrunken habe.
Leckerer Fisch im Supermarkt...
Der Supermarkt
In Osaka habe ich sogar erstmal einen japanischen Penner gesehen, naja eigentlich waren es sogar gleich 3. Die gibt es also da auch. Fotografieren mochte ich sie aber nicht, das war mir etwas zu unangenehm.
Leider konnte ich in der Nacht auch wieder nicht richtig schlafen, was aber eher an meinem Jet-Lag oder der Aufregung lag. Am nächsten morgen durften wir uns fürs Frühstück sogar im Kühlschrank bedienen und haben immerhin ein bisschen was gegessen. Mein Magen wollte immernoch nicht so richtig. Dann mussten wir auch relativ zügig unsere Sachen wieder zusammen suchen, weil wir ja weiter nach Fukui mussten und auch das Ticket noch nicht hatten. Aber dazu mehr im nächsten Teil ;)




Mittwoch, 26. September 2012

Es geht los!

So, da leider meine Nerven total blank liegen, wird das nur ein seeehr kurzer Eintrag.
Kleiner Statusbericht: aus einem Koffer sind zwei geworden, dazu noch ein vollgestopftes Handgepäck und eine Handtasche. Wie soll ich das bloß alles tragen?? Und ich schramme hart am Gewichtslimit T.T Warum denn nur? Ich hab doch schon versucht, nur das "nötigste" mitzunehmen...Aber Winterjacken -und Sachen und Schuhe nehmen halt viel Platz und Gewicht ein. Schöner wäre natürlich gewesen, wenn ich ein bisschen Puffer für den Rückflug gehabt hätte, aber was solls. Lässt sich nicht ändern. Hauptsache nachher beim Koffer abgeben gibt es keine Probleme und meine Koffer kommen mit mir in Osaka an.
Ich meld mich dann irgendwann wieder von Japan aus, wenn meine Nerven es zulassen und ich Internet habe. Vermutlich wird es eher an ersterem scheitern...

Mittwoch, 12. September 2012

Noch 2 Wochen!!

OMG, heute in 2 Wochen sitze ich schon im Flieger Richtung Istanbul, um von dort dann weiter nach Japan zu fliegen! Immerhin sind eigentlich auch schon alle wichtigen Dinge erledigt, sodass ich meiner steigenden Nervosität freien Lauf lassen kann. Sogar eine Miles&More Karte besitze ich jetzt (naja, zumindest die vorläufige ausgedruckte Version). Irgendwie aber auch eine Qual, nicht mehr wirklich was tun zu können... Fehlt eigentlich nur noch ein weitere Reisestecker und vor allem einer, in den auch das Ladekabel von meinem Laptop passt. Und ich klein wenig Geld umtauschen werde ich auch noch.
Nächste Woche wird dann noch das letzte mal gearbeitet und dann stehen noch Dinge wie Friseur und ein paar Kleinigkeiten wie Mitbringsel oder Produkte von der Drogeriekette meines Vertrauens kaufen an. Mehr kann ich nicht mehr tun T.T Packen werde ich dann wohl ca. 2 Tage vor Abflug, aber bis dahin ist es ja noch laaange hin lalala...
Vielleicht melde ich mich vor dem Abflug nochmal, wenn mein Kopf vor Anspannung nicht total überladen ist und ich deshalb nichts zu schreiben weiß.

Donnerstag, 30. August 2012

Yatta! Geschafft!

...den August zumindest. Unfassbar, wie schnell der Monat vorüber gegangen ist! Jetzt ist die Summer School auch schon zu Ende und der Countdown des letzten Monats bis zum (langersehnten?) Abflug läuft. Aber solange noch nicht September ist, gibt es noch keinen Grund, in Panik zu verfallen...was sich ab übermorgen also vielleicht ändern könnte.
Immerhin sind inzwischen die Visums Unterlagen sowie andere Info's aus Fukui gekommen und ersteres habe ich sogar schon beantragt und wieder abgeholt. Das wichtigste für mich an den endlich eingetroffenen Unterlagen war aber nicht der Zettel für Visum, nein, sondern die Info, in welches der beiden Wohnheime ich komme. Uuund, ich bin in dem "guten" Wohnheim!! *freu* Also das, wo man ein eigenes Bad und eigene Küchenzeile hat! *Erleichterung* Jetzt kann ja nichts mehr schief gehen :p
Wir haben sogar schon die Unterkunft für die eine Übernachtung in Osaka gebucht:
Unterkunft Osaka
Recht günstig, hoffentlich ist die wirklich so schick wie auf dem Foto!
Dann bekam ich letztens noch eine E-Mail aus Fukui in der es hieß, ich müsste ein Bett-Set bestehend aus Kissen, Bettdecke und Matratze (naja, eher Futon) für ca. 60€ bestellen. Dachte irgendwie, solche Grundausstattung wäre schon vorhanden...was solls, hab ich mir auch noch gleich das passende Bettwäsche-Set dazu bestellt, wenn man schonmal dabei ist! Dachte das peppt mein vermutlich tristes Wohnheimzimmer dann farblich etwas auf.
Außerdem musste ich einen sogenannten "Travelplan to Japan" ausfüllen und an Fukui zurückschicken. Die wollen halt genau wissen, wann man wie ankommt und womit man fährt usw. Das hat aber dazu geführt, dass ich mich damit auseinander setzen musste, wie und wann genau ich von Osaka weiter nach Fukui fahren werde. Hat also auch was Gutes, dass ich darüber jetzt schon Bescheid weiß. Eine Sache weniger auf meiner To-Do Liste. Steht aber noch genug anderes an. Ich habe bestimmt irgendetwas vergessen zu schreiben, dann fällts mir sicher beim nächsten Mal wieder ein! Bis demnächst also!